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Dolphin Assisted Therapy as a part of Animal Therapy

Wissenschaftliche Tätigkeit

Delfintherapie als eine Art der Animaltherapie (дельфинотерапия как вид анималотерапии)

Tschuprikow A.P., Vassilewskaja N.J., Keljoschok S.V., Tschuprikowa M.A., Markanow N.M., Stolajrowa A.J.
Nationale Medizinische Akademie der Nachdiplombildung, Odessaer Delfinarium «NEMO»

Heutzutage gehört Animaltherapie zu den perspektivsten Richtungen in der Rehabilitationsbehandlung von Kranken verschiedenen Alters, die an verschiedenen psycho-neurologischen Krankheiten leiden.  Entstanden ist sie vor Jahrtausenden, aber richtige medizinische Anerkennung bekommt sie erst heute. Animaltherapie (tiergestützte Therapie) ist eine Art Therapie, bei der Tiere und ihre Gestalten für die Leistung von medizinischer und psychoterapeutischer Hilfe (4, 11) eingesetzt werden. Am verbreitesten ist die Hippotherapie. Bei dieser Art Therapie werden speziell ausgebildete Pferde für die Korrektur des Verhaltens und Stimmung bei den Kindern mit Folgen der zerebralen Kinderlähmung und Kindern mit psychischen und Verhaltensstörungen eingesetzt. 

Als Begründer der modernen Animaltherapie wird kanadischer Kinderpsychiater Bolis Levinson (18) genannt. In seiner therapeutischen Arbeit setzte er einen Hund ein, der ihm dabei half, Kontakt mit Patienten aufzubauen. Auf solcher Weise  wurde der therapeutische Prozess beschleunigt. B. Levinson stellte fest, dass die Anwendung der Animaltherapie sehr hilfreich bei der Arbeit mit ungeseligen, geschlossenen, verklemmten Kindern ist, auch mit den Kindern, die an Autismus, Schisophrenie leiden. A. Katcher und F. Wiklins (31) entdecktten, dass hyperaktive Kinder, genau wie Kinder mit Verhaltensstörungen nach der Anwendung der Animaltherapie ruhiger wurden. Sie waren nicht mehr so gereizt und aggressiv, waren besser bereit für eine Zusammenarbeit mit dem Therapeuten, begannen besser zu lernen und konnten besser ihr Verhalten und Benehmen steuern (4). Insgesamt fördert die Animaltherapie die Entwicklung der kommunikativen Sphäre des Kindes. (10)

Umgang des Menschen mit dem Delfin hat lange Wurzel. Seit langer Zeit gibt es Legenden und schriftliche Zeugnisse über die Freundlichkeit der Delfine den Menschen gegenüber. Es wird viel über die Vorfälle erzählt, bei denen Delfine die Menschen im Meer gerettet haben. Darüber, dass Umgang mit Delfinen einen therapeutischen und heilkräftigen Einfluss auf Menschen machen kann, wurde zum ersten Mal von Lilly berichtet. Und schon damals  wurde der Gedanke geäußert, dass kommunikative Verbindung Delfin- Mensch den Menschen helfen kann, auch Umgang mit anderen Menschen zu verbessern, den Kontakt zu den anderen Personen besser und leichter aufzubauen, auch mit therapeutischem Zweck.  Diese Ideen haben ihre Verbreitung und wissenschaftliche Bestätigung in den 70er Jahren vorigen Jahrhunderts in den Werken von D. Natatson und seinen Kollegen (22, 23, 24, 25, 26) bekommen.

In unserem Land widmet sich besonders Ljudmila Nikolajewna Lukina den Forschungen und Beobachtungen in dem Bereich der Anwendung von therapeutischen Möglichkeiten der Delfine. Im Laufe einiger Jahrzehnten führt sie wissenschaftliche Beobachtungen im Staatlichen Ozeanarium in Sevastopol. Vor kurzem hat sie ihre früher veröffentlichen Artikel zu einer Monografie (2) versammelt, die aber leider zu wenigen Psychiatern und Psychologen bekannt ist. Heute gehört Delfintherapie zu einer welterkannten untraditionellen Methoden für die Verstärkung von Schutzmechanismen von Personen früheren Alters, die an verschiedenen Störungen leiden, sowie auch von den Personen im Zustand der Vorkrankheit, d.h. praktisch gesunden. 

Aufgabe dieses Berichtes und dieser Übersicht ist Defizit an Informationen über die Delfintherapie auszufüllen.

Fähigkeiten und Gehirn von Delfinen.

Die Effektivität und die Wirksamkeit der Delfintherapie ist im Großen durch einzigartige Fähigkeiten der Delfine bedingt. Delfine nehmen den dritten Platz unter den klügsten Tieren der Welt. Die kognitiven Fähigkeiten dieser Säugetiere sind sehr gut entwickelt, genau so wie Neugier, die eine gute Möglichkeit gibt, diese Tiere leicht zu lehren. Delfine besitzen ein hohes Niveau der Sozialisation, die ihren Eindruck in ihrer Geselligkeit und Freundlichkeit findet. Und das nicht nur in ihrem Schwarm, sondern auch gegenüber andere Tiere und Menschen.  In ihrem Umgang gebrauchen Delfine verschiedene Arten der Vokalisierung, sie geben vor sich verschiedene Lauten, die man als  Brüllen, Heulen, Stöhnen, Gebrüll, Jaulen, Kreischen, Trillern, Knall,  Donnern, Klaps, Schlag u.a. beschreiben könnte. Laute, die Delfine vor sich geben, haben ein breites Spektrum an Frequenzgängen — angefangen von weniger Hertz bis fast 300 Hertz, d.h. Infraschall-. Schall und  Ultraschallanteile. Diese Signale kann man in impulsartige und ununterbrochene unterteilen (3). Impulsartige Signale (Knalle, Knacken) bestehen aus einzelnen  Breitbandsendungen (maximale Intensivität von 20 bis 50 Kilohertzt) mit einem sehr runden Vorderfront mit der Dauer von ca. 0,1 Mikrosekunden. Die Häufigkeit solcher Sendungen kann sich von ein Paar bis zu den Hunderten pro Sekunde ändern, für unser Ohr kann es sich wie Bellen, Kreischen, Zwitschern anhören. Die Dauer jedes Signals kann sich von einem Knack zum anderen ändern und entsprechend verringert sie sich bei der Zunahme von Impulsen, die während einer Sekunde herausgebracht werden. Sie verringert sich auch im Schwimmbad im Vergleich zum Meer. Das «Knacken Signal» kann man seiner Charakteristik nach mit weißem Rauschen vergleichen, denn hier sind Frequenzen eines breiten Spektralbandbereiches vertreten. Das Frequenzenband im Knackgeräusch hängt bei dem Tier von den Umständen ab. Für die Erkennung gebrauchen Delfine höhere Frequenzen, für die Orientierung - eher niedrigere und dauerhaftere (einige Millisekunden). Diese Signale können ein starkes Echo anfachen. Delfine Afalina macht Doppelknacklaute, jeder dauert ca. 3,4 — 0,7 ms und mit einem Intervall ca. 1 ms. Impulssignale begleiten in der Regel Echolokation. Eine andere große Klasse von Lauten, die Delfine vor sich geben, sind die sogenannten kontinuierliche Signale. Ein Teil von ihnen wird von menschlichem Ohr als Pfeifenlaute wahrgenommen, fast monotonale, Amplituden und frequenzmodulierte Laute mit der Dauer 0,1 — 3,6 s, Frequenz 4 — 30 Khgtz. Andere Lauten dieser Klasse haben einen schwierigeren Spektralbestand und werden als Brüllen, Heulen, Rohrlaute u.a. wahrgenommen. Für sie ist Komplexität des Pfeifens und Impulse charakteristisch. Pfeifen wird gewöhnlich zu den kommunikativen Signalen zugeschrieben, obwohl es nicht ausgeschlossen ist, dass sie auch für die Echolokation gebraucht werden.  

Die Tatsache, dass ein echolotierender Delfin, wenn er sich zu seine Beute nähert, den Kopf schüttelt, als ob er auf solcher Weise auf den Fisch mit seinem Schallstrahl zielt, zeigt darauf hin, dass seine Schallwellen Delfin zielorientiert sendet (16).  Der Schädel und Weichteile des Delfinkopfes konzentrieren Schallschwingungen und spielen eine Rolle von einem akustischen Weitstrahler und Schalllinse. Mit der Vergrößerung der Frequenz von 10 auf 180 kHgtz vergrößert sich auch die Ausrichtung von Lauten, die von vorderen Konkavoberfläche der Gehirnteils des Schädels und Weichteilen des Kopfes  verursacht werden, und das Schallfeld wird kleiner. Die Hauptrolle des Schallkonzentrators  spielt der Schädel, die Nebenrolle - Weichteile des Kopfes. Die Fähigkeit von Delfinen zielgerecht Ultraschallwellen zu strahlen wird bei der Delfintherapie für die heilkräftige Einwirkung auf den Menschen benutzt.    

Das Verhalten und die Psychik von Delfinen sind schon längst ein Objekt für die Forschungen von Psychologen und Physiologen. Die erworbenen Kenntnisse zeugen von den kognitiven Fähigkeiten von diesen Tieren, man hat sie als eine der höheren nach dem Entwicklungsgrad anerkannt.  Die Forschungen haben gezeigt, dass kognitive Fähigkeiten von Delfinen ihrem Entwicklungsniveau nach denen von Primaten ähneln, unter Anderem auch denen von Menschen (20). Solche Ähnlichkeit kann auch damit erklärt werden, dass der Gehirnbau von Delfinen und Primaten teilweise identisch ist. Delfine, wie auch Primate, unterscheiden sich von anderen Tieren durch ein differenziertes und größeres Gehirn, sowie auch beeindruckende Fläche von assoziativen Zonen der Großhirnrinden, insbesondere des präfrontales Bereiches. Die Mehrheit von anatomischen Merkmalen, die mit den kognitiven Fähigkeiten von Delfinen verbunden sind, zeugen von der Ähnlichkeit des Delfingehirnes mit dem Menschengehirn. Aber es gibt auch große Unterschiede. Das Delfingehirn verfügt über eine paralimbische Zone, die das Menschengehirn nicht besitzt, und die limbische bzw. emotionale Information kann eine größere Rolle im Delfingehirn, als im Menschengehirn spielen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es mit ihrer verschiedenen Spezialisation verbunden. Das Menschengehirn spezialisiert sich auf Detalisierung bei der Bearbeitung der Information, das Delfingehirn aber — auf die Geschwindigkeit derer Bearbeitung. 

Experimentelle Forschungen von kognitiven Fähigkeiten haben gezeigt, dass Delfine ein außerordentliches Gedächtnis haben, sowohl kurzfristiges, als auch langfristiges, für die Bearbeitung von visueller, Gehör- und multimodaler Information (15, 17). Forschungen von Verhaltensweisen dieser Tiere beim Erlernen von Vermittlers- Sprachen haben gezeigt, dass Delfine sie erlernen können, basierend auf höhere kognitive Prozessen — Verallgemeinerung, Abstrahierung und Formierung  von vorverbalen  Begriffen. Hohe Fähigkeiten dazu wurden bei vielen traditionellen Laborexperimenten festgestellt. L. German und seine Kollegen haben gezeigt, dass Delfine zur Semantik und Syntax fähig sind, sie können auch ohne Möglichkeit von spezieller Ausbilgung richtig auf neue, logisch gebaute «Wortreihen» der Vermittlers-Sprache reagieren (16, 17). Delfine verstehen auch symbolische Vorstellung von einem fehlenden Objekt. Heutzutage wird Vorhandensein von Keimen vom zweiten Signalsystem bei Delfinen geprüft. Aber es gibt noch keine Beweise, dass Delfine selbst  wenigstens die einfachsten Phrasen bilden können. Bewiesen ist eine in der Tierwelt sehr seltene Fähigkeit von Delfinen zur Betätigung von empirischer Dimension von Figuren, die auf das Verständnis von geometrischen Eigenschaften von Gegenständen basiert.  Und zum Schluss: eine der am meisten faszinierendsten Fähikeiten von Delfinen ist Selbstbewusstsein, d.h. Fähigkeit über sich selber vor allem in physischen Parametern zu denken (29). Das bedeutet, dass Delfine Analogien zwischen ihrem eigenen Körper und dem von anderem Individuum ziehen können, auch wenn es dem Delfin nicht ähnlich ist. Es gibt Angaben, dass Delfin Afalina sich im Spiegel erkennen kann.  Diese Tiere demonstrieren ein hohes Niveau von Verhaltensflexibilität und Nachahmungsfähigkeit, die sehr selten für die Tierwelt ist, wenn nicht einzigartig.

Es ist offensichtlich, dass einem solchem Verhalten zugrunde ein sehr hohes Niveau von kognitiver Tätigkeit zugrunde liegt. Genau so wie Fähigkeit «soziale» Information zu benutzen. Um solche Handlungen zu machen, müssen Tiere alte und neue Informationen vergleichen können, sowie auch diese Informationen in irgendeiner abstrakten Form zu speichern.

Das Vorhandensein bei Delfinen solch komplizierter Intelligenz und Erkenntnisfähigkeiten wird durch eine hohe Entwicklungsstufe der Hirnrinde,  eine lange Reifung von jungen Delfinen, hohes Niveau von der Elternfürsorge erklärt, aber in erster Linie — durch ein kompliziertes soziales Leben. German (16) meint, dass die Notwendigkeit der Integration in eine soziale Struktur diese  hohe Sozialisierung und Bildungsfähigkeit verlangt. So ist es leicht vorzustellen, dass hohe Entwicklung von Delfingehirn und daraus ausgehende hohe kognitive Fertigkeiten von den mehreren Vertretern dieser Gruppe ihren Ursprung in den Forderungen sozialen Lebens haben,  das Zusammenwirken und Wettbewerb zwischen den einzelnen Individuen einschließt. Und eben diese kognitive Fertigkeiten sichern diese Verhaltensflexibilität, die Delfine von anderen Tieren unterscheidet und dank welchen sie erfolgreich als Therapeute sowohl für Kinder mit einem  breiten Spektrum von Entwicklungsstörungen, als auch für Erwachsene eingesetzt werden können.